Apropos Menschenrechte: Man muss schließlich auch essen…

Einst trällerte der Kaiser schon gar liebreizend: „Gute Freunde kann niemand trennen“. Genauso sieht man sie jetzt wieder vereint – die glorreichen Sieben gegen den bösen Russen. Einige plattierte Länder später ist der Friedensnobelpreisträger endlich da, wo er auch wieder hingehört: Obama an der Seite der Kanzlerin als neue Achse des Guten! Endlich ist die Welt wieder so, dass sie genau in eine BILD-Schlagzeile passt: „Ist die NATO wieder sexy?“

Wie wäre es denn einfach sich mit dem gesunden Menschenverstand zu verbünden? Und mit der Humanität? Mit dem Anstand? Dem konstruktiven Dialog? Respekt? Und schon ist man ein Sozialromantiker, ein Moralist. Warum sind diese Begriffe eigentlich inzwischen so negativ behaftet? Das sind eben die Paradoxien des Lebens: sozial und SPD, Kirche und Armut, Wirtschaftsnutten und Moral und eben wir, die Guten, gegen die Bösen. So bohren wir rund um die Welt Brunnen (vielleicht hat da Monsanto inzwischen auch schon ein Patent drauf, weil es so einfach geht), errichten Mädchenschulen rund um den Globus und prangern aufs Schärfste Menschenrechtsverletzungen an.

Apropos Menschenrechte: Als letztes Jahr Herr Li, Wu und Ching-Chang-Chung auf Europatour waren, um unendliche Milliarden chinesischen Devisenüberschusses zu investieren, wo war da der Aufschrei der Empörung? Naja, also bitte jetzt mal nicht übertreiben, man muss schließlich auch essen…

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