„Supergrundrecht“

Das Unwort der Jahres ist zwar „Sozialtourismus“, ich persönlich finde aber das vom Bundesinnenminister verkündete „Supergrundrecht“ auf Sicherheit noch schlimmer – ein ebenso geschicktes wie perfides Spiel mit „The German Angst“. Irgendwo durch den Fleischwolf der Political Correctness, des Kalküls und der Manipulation gedreht entstehen verbale Ungetüme, die scheinbar nur einem Zweck folgen, nämlich dass wir sie nicht mehr verstehen. 

Wie soll ich denn nun dieses „Supergrundrecht“ verstehen? Es gibt Grundrechte wie Presse- und Religionsfreiheit, Freizügigkeit oder die Unversehrtheit der Person. Und dann gibt es scheinbar auch Supergrundrechte, die darüber stehen, frei nach dem Motto „der Ober sticht den Unter“. Bespitzelung bis in die kleinste Körperöffnung? Phishing persönlichster Daten? Eine umfassende Paranoia? Warum nicht, denn wer nichts zu verbergen hat, muss sich doch auch nicht fürchten. Und da dieses Supergrundrecht ja auf höchst demokratischem Boden gedeiht ist ein Missbrauch sowieso ausgeschlossen. Man blicke nur über den großen Teich, da kann man sich doch ein Beispiel nehmen: Menschen in Bodenhaltung in Guantanamo, Plattieren von Ländern mit nicht vorhanden Chemiewaffen, die diese auch nach Aufforderung nicht vernichten wollten und dem Supergrundrecht, sich ab sechs Jahren zu verteidigen. Und zwar nicht mit Herzensbildung, sozialer Kompetenz oder Bildung, sondern mit der Pump-Gun. Für sowas hast du heute das Supergrundrecht auf den Friedensnobelpreis.

Liebe Politiker, lasst die Grundrechte lieber mal bei den sprichwörtlichen „Acht Arschlöchern aus Karlsruhe“ – die haben Jura studiert und haben sich vielleicht etwas gesunden Menschenverstand bewahrt.

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Ein Gedanke zu „„Supergrundrecht“

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